Sie begleiten Menschen in den entscheidenden Momenten ihres Lebens: Lehrende und Dozierende, Praxisanleitende und Pflegekräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Betreuungskräfte und Jobcoaches. In der Ausbildung, beim beruflichen Neustart, in der Pflege, in schwierigen Lebenslagen. Ihre Arbeit hält unsere Gesellschaft zusammen. Und gerade jetzt verändert KI, wie wir lernen, schreiben und arbeiten. Wer andere befähigen soll, muss diese Veränderung selbst verstehen und weitertragen können.
Petra kennt diesen Alltag von innen. Sie hat Pädagogik studiert und mehr als 20 Jahre mit benachteiligten Menschen gearbeitet. Dabei hat sie gelernt, wie sehr Bildung Leben verändert, wenn sie die Menschen wirklich erreicht, und wie oft gute Lösungen an Strukturen scheitern. Also hat sie selbst gebaut: 2018 eine gemeinnützige Einrichtung, die geflüchtete Menschen auf die Pflegeausbildung vorbereitet, 2022 und 2023 eine Altenpflegeschule und eine Pflegeschule, beide staatlich anerkannt, und schließlich Lingocare.
Auf dem Abend einer Bekannten, die besondere Frauen zusammenbringen wollte, lernte Petra Sara kennen. Sara ist Ingenieurin und seit über 18 Jahren in Tech und Unternehmensaufbau zuhause. Mit KI-Kompetenz baut sie Unternehmen, die gesellschaftliche und planetare Probleme systemisch angehen. Es hat sofort Klick gemacht.
An der EBS lernte Petra Arslaan kennen, als sie dort ihre Idee für Lingocare AI als Fallstudie vorstellte: eine personalisierte Lernplattform für Pflegeschulen, die Unterrichtsplanung, Sprachförderung und individuelles Lernen verbindet. Arslaan ist selbst Softwareentwickler, mit tiefem technischem Fundament in Produktentwicklung und KI-Engineering und mit Business-Kompetenz. Er war sofort Feuer und Flamme, und Petra stellte ihn noch beim ersten Kaffee ein.
Bei der Arbeit an Lingocare AI merkten wir schnell: Zuerst muss das eigene Team KI-Kompetenz aufbauen. Also haben wir bei uns angefangen: unser Team qualifiziert, Abläufe neu gedacht und KI Schritt für Schritt in den Alltag von Bildungsträger und Pflegeschule eingeführt. Dann kamen Gespräche mit anderen Bildungsträgern, KI-Vorträge und Schulungen für deren Teams. Überall zeigte sich dasselbe Bild. Der Bedarf ist groß, und er ist ein anderer als das, was klassische Beratungen unter KI-Transformation verstehen. Diese Teams brauchen einen anderen Zugang: nah an ihrem Alltag, mit klaren Regeln und mit Menschen, die ihre Arbeit kennen.
Aus dieser Arbeit ist KOMPEO entstanden, und mit ihm ein KI-Kompetenzmodell, das auf den Alltag von Bildungsträgern, Pflegeschulen, Pflegeeinrichtungen und sozialen Einrichtungen zugeschnitten ist. Fünf Kompetenzen: Verstehen, Anwenden, Prüfen, Verantworten und Weitergeben. Sie orientieren sich am AILit-Rahmenwerk von Europäischer Kommission und OECD, an den KI-Kompetenzrahmen der UNESCO und an Artikel 4 der KI-Verordnung. Gewachsen sind sie in der Praxis, bei uns selbst und mit unseren Kundinnen, Kunden und Partnern. Sie vermitteln, was in der Welt von heute und vor allem von morgen immer mehr gebraucht wird.
Uns geht es dabei weniger um Technologie als darum, Menschen mitzunehmen. Wir verankern KI-Kompetenz dort, wo Menschen sich um Menschen kümmern, und bei denen, die dieses Wissen weitertragen. Damit KI sicher und mit eigenem Urteil genutzt wird und mehr Zeit bleibt für das, was keine Maschine kann: zuhören, begleiten, Mut machen.
Wer andere befähigt, verdient selbst die beste Befähigung.